Während der ersten Zeit unserer Existenz unterhielten wir ein Aktionsbüro im Rostocker Schüler-, später Freizeitzentrum ("RFZ") genannten Kinder- und Jugendzentrum.
Die 1995 erfolgte Verlegung unseres Hauptsitzes an Bord des Kulturschiffs MS Stubnitz, das von Urs Blaser und seiner Crew durch alle finanziellen und kulturellen Sturmlagen hindurch manövriert wird, eröffnete uns völlig neue Möglichkeiten an Zusammenkünften und Veranstaltungen. Obwohl unsere meisten Mitglieder an Land leben und wirken, fühlen wir uns alle dem Schiff und jenen, die auf ihm wirken und leben, sehr verbunden. Die MS Stubnitz ist körperschaftliches Mitglied der Kultur- und Bildungsgesellschaft Balticult. Zuletzt unternahm die MS Stubnitz eine Reise nach Amsterdam, wo sie infolge mehrerer Verlängerungen durch die Einladenden ein langfristiges Gastspiel gibt.
Seit unserer Gründung haben wir uns mit Musik, Kunst, Landeskultur, Geschichte, politischen Fragen sowie Kultur- und Bildungsaustausch innerhalb des Ostseeraums und mit Partnern in einzelnen Regionen des wirklichen „Westens“ Europas beschäftigt. Dies hat dazu geführt, dass uns heute Leute innerhalb einer geografischen Weite kennen, die von Kiltimagh (Co. Mayo) im westlichen Teil der Republik Irland bis Sankt Petersburg (Russland) und Vyborg in Karelien reicht.
Wir verfügen neben unserem Hauptsitz in Rostocks Stadthafen über Außenstellen in Nordwestmecklenburg (im Jagdschloss-Gebäude der Heimvolkshochschule Vogelsang e. V.) sowie in der Freien und Hansestadt Hamburg, im Stadtviertel Altonaer Altstadt.
Leute, die keine Lust haben, ihre Meinungsfreiheit Eingängen von Parteigebäuden, Kircheneinrichtungen, Vorzimmern großer Verbände oder von Konzernleitungen abzugeben, sondern ihre verbrieften Grundrechte wahrnehmen wollen, besuchen unsere politisch-interkulturellen Workshops, die vorrangig bei Partnern im Kreis Nordwestmecklenburg stattfinden.
Wir setzen uns für eine interregionale Kulturbrücke ein, die im Westen bis zum Atlantik und östlich bis Russland und Finnland reicht, unter Einbeziehung des Baltikums und ganz Skandinaviens. Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern sehen wir als geografischen wie kulturellen Stützpfeiler, in der Mittellage einer Kulturbrücke zwischen Ost und West.
In unser Konzept beziehen wir auch deutsche und ausländische Hansestädte mit ein, wie beispielsweise Bremen, Hamburg, Wismar, Rostock, Demmin, Gdansk oder Riga.
Es geht uns um Belebung und Förderung des interregionalen Austauschs auf den Gebieten, Bildung, Wirtschaft und Kultur. Als konkreter politisch-geografischer sowie daseinsbedingter Bezugsrahmen für Bildungs- und Kulturaustausch dient uns die Region. Auf der Grundlage dieses konkreten Gestaltungsraums menschlichen Handelns von überschaubarer Größe bemühen wir uns um gleichberechtigte Zusammenarbeit im Ostseeraum und sehen uns damit als Teil einer gesamteuropäischen Bewegung. Wir sind bemüht, dem ‚Geist der Wende’ von 1989/90 eine zeitgemäße Form des Ausdrucks und Wirkens zu geben.
Dem Vorstand wie dem übrigen Mitgliederkreis der Kultur- und Bildungsgesellschaft Balticult gehören, wie bereits erwähnt, Menschen verschiedener Altersstufen und sozialer Hintergründe aus alten und neuen Bundesländern an. Damit wahren wir ein formell wie inhaltlich ausgewogenes Verhältnis innerhalb unserer Organisation, im Zeichen der "Kerzenrevolution" von 1989, die in die politisch-demokratische "Wende" von 1990 überging und ein gesamtdeutsches wie mitteleuropäisches, historisch bedeutendes Ereignis gewesen ist und auch heute unser Denken wie Handeln bestimmt.
Es entspricht unserer geografisch am Ostseeraum ausgerichteten europäischen Dimension, das sich der Gesellschaft Balticult auch Menschen an Orten, wie dem litauischen Kaunas oder nordlettischen Cēsis angeschlossen haben.
Damit Vorstand und aktive Mitglieder kulturell und organisatorisch nicht nur im eigenen Saft schmoren oder gar durch geistige Kurzsichtigkeit verblöden, gibt es einen Sachverständigen-Beirat. Das ist ein Expertengremium, dessen Angehörige nicht unbedingt zugleich Mitglieder der Gesellschaft Balticult sein müssen. Dies soll die gesellschaftliche und soziokulturelle ‚Bodenhaftung’ unserer Gemeinschaft sichern helfen.
Geplaudert, geplant, gestritten, gelacht, getrunken und gegessen wird an Runden Tischen der Aktiven mit allen dazugehörigen 'Ecken und Kanten' einer Gemeinschaft. Es gibt einen regelmäßig stattfindenden „Runden Tisch“ in Hamburg (jeden ersten Mittwoch im Monat) sowie weitere Zusammenkünfte in der Offiziersmesse an Bord unseres Hauptsitzes, des Trawlers MS Stubnitz, im Rostocker Stadthafen, und an unterschiedlichen Örtlichkeiten in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, Schwerin.
Gern nehmen wir Ratschläge von Leuten entgegen, die in vergleichbarer Lage das, was sie bei Balticult kritisieren, besser machen oder die mithelfen wollen, ihre Ideen und Vorschläge mit uns gemeinsam umzusetzen. Unsere Gesellschaft hat sich zwar auf vereinsrechtlicher Basis gegründet, von „Vereinsmeierei“ halten wir allerdings gar nichts! Unsere Hauptadresse lautet:
Balticult - Gesellschaft zur Förderung interregionalen Bildungs- und Kulturaustauschs e. V.
c/o Kulturschiff MS Stubnitz
Warnowufer - Stadthafen (LP 82)
D - 18057 Rostock
Für die Entfaltung unser Tätigkeit in den ländlichen Außenstellen in Nord- und Südwestmecklenburg benötigen wir dringend einiger Sachspenden:
- Funktionsfähiger Traktor (Trecker)
- Bauwagen (heil und regendicht)
- Boot oder Kanu (groß)
- Transportable und zerlegbare Stellwände (für Ausstellungen)
- WebCam
- Frühmittelalterliches Zelt (für drei bis fünf Personen)
- Kleinbus oder Transporter
Außerdem suchen wir noch immer eine Bleibe auf dem Land (Schloss, Burg, Herrenhaus, Bauernhof...) für einen symbolischen Euro.