Balticult 2011
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Seit 1993 bieten wir Möglichkeiten für die Anbahnung von Zusammenarbeit zwischen Kulturschaffenden. Geschah diese anfangs vor allem auf den Gebieten der Musik und des Instrumenten- und Musikanlagenbaus, so kamen später künstlerische Elemente, wie Malerei und Bildhauerei sowie Kunsthandwerk hinzu.

Darüber hinaus sind wir bestrebt, Leute mit kommerziellen Interessen, die ihre eigenen kulturellen Ansprüche ans Leben nicht auf dem Altar von Nutzung und Verwertung sowie Gewinnstreben zu opfern bereit sind, mit Kulturschaffenden aller Bereiche zusammen zu bringen. Hierbei geht es uns, über die Kulturförderung hinaus, um die Vernetzung von kulturellen und wirtschaftlichen Akteuren innerhalb des Ostseeraums.

Wirtschaftliche Interessen und künstlerische Ansprüche hinsichtlich Form, Ausdruck und Vermittlungsmethode können zu gegenseitigem Vorteil eingebracht werden. Allerdings lehnen wir jegliche Form der Unterordnung unter kommerzielle, weltanschauliche oder religiöse Vorgaben von dritter Seite entschieden ab. Unsere Unabhängigkeit sichert uns die Freiheit der Inhalte und Formengebung.

Kunst und Kommerz können, bei Vermeidung falscher Kompromisse, und bei gegenseitigem Respekt, gemeinsam Höherem dienen, anstatt der Mittelmäßigkeit Vorschub zu leisten.

Unter den Nichtregierungsorganisationen des Ostseeraums vertreten wir einen freikulturellen Ansatz, bei dem soziokulturelle Besonderheiten und Traditionen von Völkern, Minderheiten und kulturellen Strömungen sowie den kulturellen Anliegen einzelner Mitmenschen respektiert werden. Authentizität ziehen wir Konformismus vor.

Für uns gilt das Voltairsche Toleranzgebot, demgemäß wir selbst das aushalten und gewähren lassen, was uns nicht gefällt oder zusagt. Wir ziehen die Einheit in Vielfalt der einfältigen Vielheit vor.

Weil wir unter anderem das Fahrrad nicht erfunden haben, kooperieren wir zuweilen mit  Partnern aus den Bereichen Kunstmalerei, Bildhauerei, Kunsthandwerk, Fotografie, Musik, Archäologie, Lokal- und Regionalgeschichte sowie Historienspiel und Reenactment, darunter Solisten, Ateliers, Galerien, Tourismusverbände, Museen und kunsthandwerkliche Werkstätten, Kulturzentren, Musikverlage sowie Darstellungsformationen im In- und Ausland.

Passend zu unserem Hauptsitz an Bord eines Kulturtrawlers der "Independent-Szene" lieben wir den offenen, geistigen Horizont.

Vor diesem Hintergrund führen wir alljährlich westöstliche Treffen für handgemachte Musik, Kunst und Kunsthandwerk durch. Diese sind für Laien, Amateure und Profis gleichermaßen gedacht.

Von Donnerstag, dem 30. Juni bis Sonntag, dem 3. Juli 2011 fand in Rudolstadt (Freistaat Thüringen) wieder ein internationales Tanz- und Folkfestival statt. Deshalb fuhr wieder ein Balticult-Presseteam nach Rudolstadt , um Kontakte zu knüpfen, Interviews zu machen und Material für Reportagen und Berichte oder Kommentare zu sammeln. Balticult e. V. fühlt sich seit Gründung dem Festivalteam des TFF inhaltlich wie menschlich sehr verbunden.

Länderschwerpunkt des diesjährigen Tanz- und Folkfestivals war die Schweiz. Das Instrument, welches thematisch von den Veranstaltern in den Mittelpunkt gerückt wird, ist die Harfe. Unter den Tänzen wird in diesem Jahr der Walzer hervorgehoben. Wer mehr darüber wissen möchte, schaue in der Website www.rudolstadt.de nach.

 

Nordische Filmtage Lübeck 2011

Die 53. Nordischen Filmtage Lübeck finden vom 2. bis 6. November 2011 in der Hansestadt und „Tor zur Ostsee“ statt. Am 13. Oktober dieses Jahres haben Linde Fröhlich, Künstlerische Leiterin der Nordischen Filmtage, Jörg Schöning vom Bereich „Restrospektive“, Doris Bandhold vom Filmforum und Franziska Kremser von der Abteilung „Filme für junge Zuschauer“ der Festival-Organisation die Öffentlichkeit auf einer im Hotel „Radisson Blu Senator“ ausgerichteten Pressekonferenz über Inhalt und Ablauf der Filmtage informiert.

Die deutschen Schauspieler Catherine Flemming („Wunderkinder“) und Ronald Zehrfeld („Im Angesicht des Verbrechens“) werden in diesem Jahr der Jury des NDR-Spielfilmpreises angehören. Der mit 12.500 € dotierte Preis wird seit 1990 „an einen Spielfilm von besonderer künstlerischer Qualität verliehen“, so die Veranstalter. Als weitere Jury-Mitglieder sind die aus Schweden stammende Produzentin Ewa Karlström (TV-Serie „Kommissar Beck“), der in Kiel geborene Regisseur Lars Jessen („Hochzeitspolka“) sowie die Leiterin der NDR-Redaktion „Kinder und Familie“, Angelika Paetow sein.

Der NDR-Spielfilmm-Preis wird am 5. November 2011 im Rahmen der Filmpreisnacht der Nordischen Filmtage Lübeck vergeben. Außerdem werden der Publikumspreis der „Lübecker Nachrichten (LN)“, Baltische Filmpreis, der Kirchliche Filmpreis Interfilm, der Kinder- und Jugendfilmpreis, der Preis der Kinderjury, der DGB-Dokumentarfilmmpreis und der Cinegate-Preis für den besten Kurzfilm vergeben. Wer mehr hierüber und die Filmtage insgesamt in Erfahrung bringen möchte, klicke folgende Website an: http://www.luebeck.de/filmtage/de/news/meldungen/20111026.html


Die norddeutsche Sektion der Nordischen Filmtage Lübeck – Filmforum genannt – werden dem geneigten Publikum einmalige „Doku-Porträts und herausragende Produktionen aus Norddeutschland“ präsentieren. Eröffnet wird das Filmforum mit der deutsch-finnischen Koproduktion „Das Fenster zum Sommer“ von Hendrik Handloegten. Nina Hoss spielt darin die Hauptrolle. Es geht um eine „große Liebe im sommerlichen Finnland“. Regisseur Lars Jessen wird in Lübeck seinen neuen Film „Fischer fischt Frau“ persönlich vorstellen, in dem es um einen wortkargen Krabbenfischer geht, der von Peter Heinrich Brix gespielt wird, den es „auf der Suche nach der richtigen Frau bis nach Tanger verschlägt“. Vor der Kulisse Nordfrieslands erzählt der Film „Die Räuberin“ von Markus Busch von „einer gefährlichen Amour fou“. Im Rahmen einer Weltpremiere wird Lars Beckers neue Großstadt-Komödie „Schief gewickelt“ vorgestellt. Dazu werden die Schauspielerin Cosma Shiva Hagen und ihr Kollege Ken Duken in Lübeck erwartet.


Einen inhaltlichen Schwerpunkt bilden Dokumentationen, die Persönlichkeiten der Kulturgeschichte aus neuer Perspektive präsentieren. So erzählt Regisseur Marc Boettcher in „Sing! Inge, sing!“ die tragische Geschichte der Jazzsängerin Inge Brandenburg. Aus der Sicht einer jungen Studentin zeigt Martina Fluck in „Theodor Storm – so komme, was da kommen mag!“ schillernde Aspekte der großen holsteinischen Dichter- und Schriftsteller-Persönlichkeit. In „Charlotte Rampling – The Look“ zeichnet Angelina Maccarone das Porträt einer britischen Schauspielerin und Stilikone der 60er Jahre. Wilfried Hauke wird in seinem Doku-Spiel „Eine königliche Affäre – Das riskante Leben des Leibarztes Johann Friedrich Struensee“ vom Wirken des legendären Altonaer Arztes am dänischen Hof erzählen. Teilnehmende der Balticult-Veranstaltungsreihe „OktoberSound“ hatten einst die Gelegenheit, die Musikproduzenten für Haukes Film „Götterdämmerung“ zu erleben. In seiner Dokumentation „Widerstehen im Geiste Christi – Die Lübecker Märtyrer“ erzählt der Regisseur Jürgen Hobrecht die Geschichte der Männer Müller, Passek, Lange und Stellbrink, die für ihre Überzeugungen und Taten zu Opfern der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus wurden.


Viele Beiträge des diesjährigen Filmforums stellen Menschen vor, die sich „fremd in fremden Kulturen“ – so die Veranstalter – fühlen. In „Meine ferne Familie“ des Kieler Dokumentarfilmers Helmut Schulzeck geht es um die Familie seiner kenianischen Ehefrau Wangechi. Katja Fedulovas stellt in „Glücksritterinnen“ fünf russische Einwanderinnen vor, die während der 1990er Jahre in Deutschland ihr Glück suchen. Dem Thema „fremd in fremden Kulturen“ widmet sich auch der mit dem Studenten-Oscar in Bronze ausgezeichnete Streifen „Raju“ von Max Zähle.

 

Es werden im Filmforum auch eine Reihe von internationalen Produktionen mit norddeutscher Beteiligung zu sehen sein, so der mit Unterstützung der Produzenten Klaus Maeck und Fatih Akin sowie der Filmförderung Hamburg Schleswig-Hostein zustande gekommene Film „Ufo in her Eyes“ der chinesischen Künstlerin Xiaolu Guo. Auch die deutsch-schwedische Koproduktion „Nils Holgersson“ - in der Regie von Dirk Regel – sollte nicht unerwähnt bleiben. Es geht um einen Realfilm nach der Vorlage des Kinderbuches von Selma Lagerlöff, der mit fantasievollen Animationen angereichert ist. Diese Zeilen mögen genügen, um Geschmack auf mehr an Filmfest-Beiträgen zu machen. Man sieht sich...


Filmmusiker Jens Schliecker auf dem 8. West-Ost-Treffen für handgemachte Musik und Kunst (OktoberSound VIII) in Vogelsang
Der Schriftsteller Joachim Bark als Referent auf einer Balticult-Veranstaltung im Jahre 2007

Folgende Kulturveranstaltungen spielen für uns 2011 eine wichtige Rolle:

1. folkBALTICA (Flensburg und Umgebung)
2. Wikingertage in Lütjenburg
3. Slawentage in Oldenburg/Holstein
4. Burgfest Neustadt-Glewe 2011
5. Internat. Tanz- und Folkfest Rudolstadt
6. Hanse Sail Rostock 2011
7. Kulturevent an Bord der MS Stubnitz
8. OktoberSound X1 (Vogelsang)
9. Nordische Filmtage Lübeck 2011