Balticult 2011
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Wir haben uns 1992 in der ehemaligen "Galerie Strandkiste" (Fünf-Giebel-Haus) gegründet. Die ersten drei Jahre hatten wir ein Büro im Rostocker Freizeitzentrum (RFZ), das sich im Stadtteil Reutershagen befindet. Weil wir uns eher zur freien Bildungs- und Kulturszene zählen, zogen wir 1995 an Bord des Kulturschiffs MS Stubnitz.

Heute verfügen wir auch über Außenstellen Vogelsang (bei Wismar) und in Hamburg. Unsere Mitglieder verteilen sich auf fünf neue und alte deutsche Bundesländer sowie Litauen und Lettland.

 

Internationales Tanz- und Folkfest 2011 in Rudolstadt

Anfang Juli 2011 war wieder unser Presseteam für unser Magazin WINDROSE  sowie für unsere deutsch-baltischen Kulturbriefe (Baltische Sonne) auf dem diesjährigen Internationalen Tanz- und Folkfest in Rudolstadt (Freistaat Thüringen).

Die beiden Balticult-Reporter waren zu verschiedenen Spielorten des TFF  ("Heinepark", Bühnen der Innenstadt) sowie in der Instrumentenbauer-Gasse, unterwegs, um Eindrücke vom Geschehen zu sammeln, Kontakte zu knüpfen und vorhandene  zu bekräftigen, Kulturschaffende der deutschen wie internationalen Musikszene zu interviewen und Foto-Aufnahmen vom Festival zu machen.

Zentrale Momente des diesjährigen Tanz- und Folkfestivals waren die Schweiz als Länderschwerpunkt, die Harfe als thematisiertes Instrument und der Walzer als hervorgehobener Tanz. 

Das Festival hat sich im Laufe der Jahrzehnte gehörig gewandelt. Das Balticult-Presse-Team gibt zu bedenken, dass die Veranstalter vermeiden sollten, bezüglich der großen Bühnen auf der "Heidecksburg" und im "Heinepark" in den verpopten Mainstream abzugleiten. Mit den inhaltlichen Schwerpunkten "Folk" bzw. deutsche und internationale Volks- und Weltmusik hat das für ganz Mitteleuropa bedeutsame Festival einen eigenen Charakter. Man sollte sich bekanntlich nicht darum bemühen, "everbody's darling" zu sein, um nicht inhaltlich gesichtslos und austauschbar zu werden. Unserem Presseteam fiel auf, dass vor Veranstaltungsende diverse Stände in der Instrumentenbauer-Gasse verwaist und bestimmte Instrumentenbauer, wie übrigens auch Kunsthandwerker, in diesem Jahr nicht mehr in Rudolstadt vertreten bzw. anwesend waren. Die 'Treuen' aus vielen Jahren TFF sollten nicht verprellt, sondern die Gründe für deren Fernbleiben untersucht und die guten Leute zurück gewonnen werden! Sie sind für den Charakter und die Vielfalt des Festivals genauso wichtig, wie die auftretenden Musiker und Ensembles.
 
Vielleicht ist ein bisschen Rückgewinn an 'Bodenhaftung' gefragt, was die inhaltliche Ausgestaltung anbetrifft!?
 
Der unserem Presseteam gewährte Service war vorbildlich. Etliche Wiederbegegnungen mit 'alten Hasen' des TFF verliefen recht herzlich. Zu den 'Leckerbissen' des TFF zählten durchweg die Programmpunkte in Kirche und Theater. Es bleibt nun unserem Presseteam vorbehalten, das aus Rudolstadt mitgebrachte Material zu sichten, auszuwerten und in Beiträge für unsere Publikationen umzuformen, was unter anderem auch hiermit geschieht.
 
 
Balticult als Nichtregierungsorganisation im Ostseeraum
 
Wir sind bestrebt, mit anderen unabhängigen Organisationen, Verbänden, Einrichtungen und einzelnen Personen innerhalb Mecklenburg-Vorpommerns  sowie in den norddeutschen Hansestädten auch auf dem Gebiet der NGOs zu kooperieren. Am Ausbau des NGO-Ostsee-Netzwerks (Baltic Sea NGO-network) beteiligen wir uns seit 2004 auf eine eher indirekte Weise. Austragungsort von uns verantworteter NGO-Treffen war bisher die Hansestadt Rostock.

Die Foren folgen terminlich dem jährlich wechselnden Sitz der Präsidentschaft des Ostseerates.

 

Balticult in Bewegung...

Am 13. August 2011 fand an Bord unseres Hauptsitzes - des Kulturtrawlers MS Stubnitz - eine Mitgliederversammlung statt, die zwar auf die Dauer (fünf bis sechs Stunden) anstrengend, weil inhaltlich sehr vollgepackt, gleichwohl in guter Atmosphäre und erfolgreich verlief. Auch Urs Blaser, technisch-organisatorischer Leiter des Kulturschiffes, beteiligte sich an diversen Debatten und Planungsüberlegungen. Die versammelte Kreativität wird in den kommenden Wochen Wirkung zeitigen. Geplant sind zwei Veranstaltungen an Bord der MS Stubnitz, die noch innerhalb eines anderthalbmonatigen Zeitraums stattfinden sollen.


Bordfreiheit 2011

Endlich war es so weit: Am 14. September dieses Jahres fanden sich Balticult-Mitglieder, Partner und Freunde unserer Kultur- und Bildungsgesellschaft, darunter Künstler aus Norddeutschland, an Bord des Kulturtrawlers "MS Stubnitz" anlässlich eines Events zusammen. Lange geplant, immer wieder verschoben wurde diese Veranstaltung endlich Wirklichkeit.

Mit von der Partie waren der in Hamburg beheimatete Cellist und Lieberpoet Ben Soyka, die Formation Fremdschämen Deluxe und das Duo Container Kid aus Lübeck sowie der Hamburger Liedermacher, Volkssänger und Kalligraphie-Künstler Peter Unbehauen. Aus dem fernen Friesland war der "Kultkrug"-Wirt Uwe Marken angereist und die 'Hamburger Deern' Martina Palm repräsentierte die Malzunft unter unseren künstlerisch professionellen Mitgliedern. Wiederum aus Lübeck kam der Filmemacher und Musiker Martin Staszak in den Baakenhafen.

Spät nachts gab das Hamburger Duo Symbiosis noch spanische Poesie und Gitarrenmusik zum Besten. Wer mehr Details erfahren möchte, schaue in folgende Website unter dem Datum 14. September 2011 bei ms.stubnitz.com nach.


Balticult-Mitglied Ferdinand Feil in Bestlaune:
Er ist Experte für spanische, latein-und südamerikansiche Gitarrenmusik (insbesondere Flamenco) sowie Angehöriger des "WINDROSE"-Redaktionsteams
Anlässlich der Mitgliederversammlung vom 13. August 2011, in der Offziersmesse des Kulturtrawlers MS Stubnitz (von links nach rechts): Martin Staszak (Stellvertretender Vorsitzender), Ferdinand Feil (Musiker) und Michael Kurzmann (Kassenwart)

OktoberSound XI...

Wie in den vergangenen zehn Jahren wurde auch 2011 von uns eine Folge der  Veranstaltungsreihe "OktoberSound" in Vogelsang, unweit der Hansestadt Wismar, ausgerichtet. Dabei handelt es sich um  "West-Ost-Treffen für handgemachte Musik und Kunst", die wir in der Regel in  den Räumen der Heimvolkshochschule Vogelsang e. V., veranstalten, welche in einem Jagdschlossgebäude aus dem Jahre 1884 untergebracht ist. Die Innenausstattung ist eher schlicht; daher können wir den Teilnehmenden äußerst günstige Konditionen gewähren. Der ehemalige Gutsort Vogelsang liegt am Rande der "Salzhaff-Region".

Das 20. Treffen dieser Art fand vom 14. bis 16. Oktober 2011 statt. Weil aber in Vogelsang die elfte Veranstaltung dieses Typs ausgerichtet wurde, hieß sie im Kurztitel "OktoberSound XI".

Das Motto der diesjährigen Veranstaltungsfolge lautete:  "Auf den Klangwellen des Salzhaffs". Unter dem Titel "Der Ton macht die Musik" stellte der Instrumentenbauer Klaus Puffpaff (aus Husby) von ihm selbst entworfene und angefertigte Instrumente und Klangkörper vor. Die aus Dänemark angereiste Ulrike Matzen übte mit den Teilnehmenden irische Set-Tänze ein, während der in Norddeutschland bekannte Bluesmusiker Betram Scholz auf der Basis von Bluesmusik aber auch darüber hinaus Anregungen zur Mitwirkung innerhalb einer Band machte und Lutz Hüttel vermittelte, wie man sinnvollerweise zur Verknüpfung von Poesie und Musik zu einem Ganzen gelangen kann. Die aus der Hansestadt Rostock angereiste russische Geigenvirtuosin, Gitarristin, Mangolinenspielerin, Sängerin und Entertainerin Svetlana Horn zog mit ihrer Performance alle übrigen Referent(inn)en und Teilnehmenden in ihren Bann, machte ihrerseits aber bei allen anderen Workshops mit. Balticult hat in ihr wie in Ulrike Matzen neue Partnerinnen - auch für zukünftige gemeinsame Projekte - gefunden (siehe Seite "Freunde und Partner").


Organisatorisches

Seit Beginn dieses Jahres präsentiert sich der geneigten Öffentlichkeit ein in zwei Ehrenämtern veränderter Vorstand; so wurde die bisherige, aus Russland stammende  stellvertretende Vorsitzende Natalia Fomina durch den Lübecker Martin Staszak abgelöst, während das von der Hamburgerin Martina Rühmann geführte Amt des Kassenwarts von dem Mecklenburger Michael Kurzmann übernommen wurde.